Berufsfindung – Hilfreiche Tipps zur Berufswahl

Für gewöhnlich erlebt jeder von uns diese Phase der Berufsorientierung mehr als nur einmal im Leben. Egal, ob Du vor dem Start in Deinen ersten Beruf stehst oder Dich nach längerer Berufstätigkeit völlig neu orientieren möchtest: Am Anfang steht die Berufsfindung mit vielen offenen Fragen.

Was möchte ich eigentlich werden? Welcher Job macht mir wirklich Spaß? Worin liegen meine Stärken und was ist meine Leidenschaft? Kann ich mir ein Studium vorstellen oder kommt eine Orientierung über diverse Praktika infrage? Ist eine Ausbildung vielleicht das Richtige für mich? Welche Umschulung will ich machen? Diese Fragen führen letztlich dazu, dass man sich zunächst selbst tiefgehend analysieren und reflektieren sollte. Im folgenden Text zeigen wir Dir unterschiedliche Möglichkeiten, die bei der Berufsfindung helfen und geben Dir einige Tipps, wie Du Deinen passenden Berufsweg findest.

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Gibt es den einen Traumjob und wie sieht er aus?

Kleine Kinder haben oft eine schnelle Antwort auf die Frage „Was willst Du später einmal werden?“ Meistens sind es typische Kinder-Traumberufe wie Feuerwehrmann, Fußballspieler, Prinzessin oder Tierärztin. Doch im Laufe der Jahre verändern sich diese Wünsche meistens. Das liegt vor allem daran, dass wir älter werden und unsere Erfahrungen machen. Beleuchtest Du dann Deinen Traumberuf mit neuen Erkenntnissen, fällt auf, dass er eventuell doch nicht ganz der passende Beruf für Dich ist. Doch wie findest Du Deinen Traumjob und ist er nur einer, wenn er perfekt ist?

Dein Traumberuf hängt von den Faktoren ab, die Dir persönlich am wichtigsten sind. Diese gilt es, herauszufiltern. Ist es Dir beispielsweise wichtig, Teil eines Teams zu sein oder möchtest Du alleine arbeiten? Soll der Beruf eher produktiv oder sozial sein? Auch Deine Stärken, Schwächen und persönlichen Vorlieben sind bei der Berufsfindung wichtig. Hast Du diese Bereiche für Dich analysiert, bist Du Deinem Traumjob ein ganzes Stück näher. Schreibe Dir diese persönlichen Vorlieben und Fähigkeiten auf und schaue, welche Berufe diese Voraussetzungen erfüllen.

Du wirst sicher einige Berufsvorschläge finden, die zu Deinen persönlichen Wünschen passen und bei der Berufsfindung helfen. Der Traumberuf muss also nicht perfekt sein, um als solcher zu gelten. Wichtig ist, dass er Deine Bedürfnisse und Fähigkeiten zum großen Teil abdeckt. Dann wirst Du langfristig Spaß in Deinem Berufsleben haben. Bist Du bei gewissen Punkten unsicher, gibt es sowohl im Jobcenter als auch online viele Hilfen, die Dich bei der Berufsfindung unterstützen.

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Ausbildung oder Studium oder duales Studium?

Vor dieser Frage stehen viele Berufseinsteiger, die ihr Abitur in der Tasche haben und sich nun entscheiden müssen. Schauen wir uns die wichtigsten Argumente und Fakten einmal an, damit sie Dir bei der Berufsfindung beziehungsweise dem passenden Weg zum Beruf helfen können. Eine betriebliche Ausbildung bringt Dich direkt in ein spannendes und lehrreiches Berufsleben. Der Fokus in der Ausbildung liegt dabei eher auf der Praxis. Somit wendest Du von Anfang an alles an, was in dem Beruf später wichtig ist. Als ausgebildete Fachkraft bieten sich später gute Perspektiven, denn für sie gibt es auch in Zukunft auf dem Arbeitsmarkt eine große Nachfrage. Zudem hast Du nach der Ausbildung die Chance von Deinem Betrieb übernommen zu werden. Ein weiterer Vorteil der Ausbildung: Du verdienst von Beginn an Dein eigenes Geld.

Ein Studium wiederum bietet – langfristig gesehen – die vermeintlich bessere Berufsperspektive, die auch eine höhere Verdienstmöglichkeit verspricht. Bei einem Studium hast Du die Möglichkeit, Dich auf Deinen beruflichen Weg vorzubereiten, ohne direkt in die Praxis einzusteigen. Dieses verschafft ein wenig Zeit bei der Berufsfindung. Wichtig ist allerdings die richtige Wahl. Ein falsch gewähltes Studium kostet wertvolle Zeit und ist nicht zielführend. Im Gegensatz zur Ausbildung fordert das Studium Dich eher intellektuell und vermittelt zudem großes Allgemeinwissen. Durch Praktika und Nebenjobs bietet sich ein Einblick in verschiedene Berufe, was bei der Berufsfindung ein klarer Vorteil sein kann. Ein Studium ermöglicht mehr Freiheit als ein fest gesteckter Ausbildungsplan. Dieses gilt außerdem auch für Deine Freizeitgestaltung.

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Nicht zu unterschätzen sind jedoch die finanziellen Aufwendungen wie Studienbeiträge, Miete oder Versicherungen. Auch die Leistungserwartungen an Studenten sind hoch und eine Anstellung nach dem Studium natürlich nicht garantiert. Teilweise setzen Arbeitgeber Kenntnisse voraus, die Du als Absolvent noch nicht haben kannst. Dadurch erschwert sich möglicherweise die Stellensuche.

Hier wiederum liegen die Vorteile im dualen Studium. Theorie und Praxis sind dort so miteinander verbunden, dass Du in beiden Bereichen wichtige Erfahrungen sammeln kannst. Im Betrieb erlernst Du die Tätigkeiten wie in der normalen Ausbildung und vertiefst das theoretische Wissen an der Hochschule. Diese Form erfreut sich immer höherer Beliebtheit, ist für die Betriebe allerdings auch teurer. Dadurch ist die Nachfrage mittlerweile größer als das Angebot. Du musst entsprechend gut sein und Dich schnell um einen der begehrten Plätze bewerben.

Wer sich gar nicht entscheiden kann, hat die Möglichkeit, sich die Option für ein Studium offen zu lassen und es im Anschluss an eine Ausbildung zu beginnen. Wichtig ist, dass Du am Ende hinter Deiner Entscheidung stehst und sie der richtige Weg für Deine Berufsfindung ist.

Neu durchstarten: Berufsfindung für Berufstätige

Möglicherweise durchläufst Du die Phase der Berufsfindung mehrmals in Deiner beruflichen Laufbahn. Das Leben bringt Veränderungen und was zu Beginn Deiner Berufszeit noch der Traumjob war, passt irgendwann vielleicht nicht mehr. Dafür kann es mehrere Gründe geben. Oft spielt die Familie eine wesentliche Rolle.

Sollte es zu Anfang noch der Job mit vielen Geschäftsreisen und Auslandsaufenthalten sein, so ist Dir eventuell später wichtiger, regelmäßig abends bei Deiner Familie zu sein. Diese und andere Gründe bringen Dich erneut in die Phase der Berufsfindung und bieten gleichzeitig die Chance für berufliche Neuorientierung.

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Auch für Berufstätige gibt es viele Hilfen und Möglichkeiten zur neuen Berufsfindung. Umschulungen beispielsweise bieten tolle Chancen. Je nach Vorkenntnissen dauert eine Umschulung zwischen neun Monate und zwei Jahre. Bei der betrieblichen/dualen Umschulung findet der praktische Teil in einem Betrieb und die Theorie in der Berufsschule statt. Ausschließlich in der Berufsschule wird die schulische Umschulung durchgeführt. Praktika ergänzen diese Form und vermitteln dadurch das praktische Wissen. Bei der überbetrieblichen Umschulung übernimmt ein privater Bildungsträger die Aufgaben des Ausbildungsbetriebes und unterstützt diese mit Theorieunterricht. Oftmals werden die Kosten von der Bundesagentur für Arbeit übernommen. Diese Form der Umschulung kommt größtenteils für Leute infrage, die Anspruch auf Arbeitslosengeld haben.

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer

Eine zweite Ausbildung mit Ü 30? Warum nicht? Es gibt mittlerweile einige Informationsseiten, die in dieser Hinsicht bei der Berufsfindung helfen und sich auf ältere Auszubildende spezialisiert haben. Eine tolle Möglichkeit, sich beruflich weiterzubilden oder neu zu orientieren, ergibt sich durch ein Fernstudium. Die Studiengänge sind so ausgelegt, dass sie gut neben dem eigentlichen Beruf bearbeitet werden können. Du kannst Dir die Zeit relativ frei einteilen und hast die Sicherheit durch den festen Job.

Ein weiterer Vorteil: Einige Anbieter ermöglichen die Anforderung einer kostenlosen Probelektion sowie einer vierwöchigen Probezeit. Somit bieten sich vorab fundierte Einblicke, die bei der Berufsfindung von Vorteil sind. Ein Fernstudium wird in monatlichen Raten gezahlt, sodass auch die Belastung nicht zu hoch ist. Berufsfindung muss nicht im Angestelltenverhältnis münden. Der Weg in die Selbstständigkeit ist für viele eine attraktive Alternative.

Allerdings ist dabei eine gute Vorbereitung sehr wichtig. Bei speziellen Existenzgründerseminaren erfährst Du alles Wichtige in Sachen Gewerbeanmeldung, rechtliche Grundlagen, Businessplan und vieles mehr. Diese Seminare werden teilweise auch von der Agentur für Arbeit angeboten und können unter bestimmten Umständen kostenfrei genutzt werden. Informiere Dich dazu bei Deiner zuständigen Niederlassung.

Eine risikoarme Variante der Existenzgründung ist die nebenberufliche Selbstständigkeit. Deine feste Anstellung bringt die Sicherheit und nebenbei hilft die Selbstständigkeit Dir bei der neuen Berufsfindung. Aus der nebenberuflichen Selbstständigkeit kannst Du jederzeit einen Hauptjob machen. Diese und zahlreiche andere Varianten zeigen: Es ist nie zu spät für eine berufliche Neuorientierung.

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Wie Dir Hobbys & Praktika bei der Berufsfindung helfen

Wer sein Hobby zum Beruf machen kann, hat Spaß an der Arbeit. Denn Hobbys bereiten uns Freude und wir führen sie mit Leidenschaft aus. Daher ist das Einbeziehen Deines Hobbys ein gutes Kriterium bei der Berufsfindung. Die ideale Lösung ist es, wenn sich eine Freizeitbeschäftigung eins zu eins in einen Beruf umwandeln lässt. Der Hobby-Koch, der sich entsprechend ausbilden lässt, oder die Gartenliebhaberin, die Gärtnerin wird. Doch auch, wenn Dein Hobby nicht zu einem ganz bestimmten Beruf passt, bietet es Hilfe bei der Berufsfindung. Leseratten fühlen sich in der Bibliothek oder Buchhandlung wohl. Du begeisterst Dich für Musik und Konzerte? In dem Fall orientiere Dich an Jobs, die etwas mit Musik zu tun haben. Das kann die Arbeit in einem Tonstudio sein, Jobs im Bereich Konzertveranstaltungen oder die Tätigkeit in einer Musikabteilung.

Idealerweise holst Du Dir vorab einen Einblick durch ein Praktikum. So findest Du besser heraus, ob die Elemente aus Deinem Hobby auch beruflich zu Dir passen. Generell sind Praktika hilfreiche Mittel bei der Berufsfindung. Sie bieten die Möglichkeit für unverbindliche Einblicke in verschiedene Berufe. Besonders für Leute, die nach der Schule noch nicht wissen, wo der Berufsweg hinführen soll, empfiehlt sich ein Jahrespraktikum. Passt es fachlich zur späteren Ausbildung, kann es sogar angerechnet werden und verkürzt die Ausbildungsdauer.

Niemand weiß, was er kann, bis er es probiert hat

Ein Auslandspraktikum hilft Dir nicht nur bei der Berufsfindung, sondern macht sich zudem besonders gut in Deinem Lebenslauf. Du erweiterst Deine Sprachkenntnisse und es bringt Dich in Deiner Persönlichkeitsentwicklung ein großes Stück weiter. Ganz nebenbei lernst Du ein neues Land und eine neue Kultur kennen. Die Möglichkeiten reichen vom vierwöchigen Schnupperpraktikum bis zum sechsmonatigen Intensivpraktikum. Letzteres bringt Dir die größten Chancen, dass sich das Auslandspraktikum positiv auf Deinen Berufsweg auswirkt. Für die Vorbereitung eines solchen Praktikums findest Du im Netz diverse Hilfen und Informationen.

Wie Du siehst, gibt es zahlreiche Mittel und Wege in Sachen Berufsfindung. Egal, ob Du gerade mit der Schule fertig bist, im Studium steckst oder Dich nach etlichen Berufsjahren neu orientieren willst. Bediene Dich der Berufsberatung, der Berufsfindungstests oder der Online-Berufsberatung. Es gibt für jede Phase Deines Berufslebens die passenden Angebote.

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